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Betriebskostenabrechnung

Zusätzlich zur Kaltmiete zahlen Mieter monatlich einen Abschlag für anfallende Nebenkosten, wie Wasser, Heizkosten, Müllgebühren, Hausmeisterdienste, Reinigungsservice und und und. Aus der Kaltmiete und dem Nebenkostenabschlag setzt sich dann die Warmmiete zusammen, die der Mieter monatlich an den Vermieter zu entrichten hat. Doch zu Beginn eines Mietverhältnisses ist oftmals nicht klar, wie sich die Nebenkosten zusammensetzen und ob die Höhe des Abschlages dem tatsächlichen Verbrauch entspricht. In der Betriebskostenabrechnung, oder auch Nebenkostenabrechnung genannt, sollte dies dann ersichtlich werden. Hier muss der Vermieter alle anfallenden Kosten aufschlüsseln und diese genau mit der monatlich gezahlten Abschlagszahlung verrechnen. War der bezahlte Abschlag laut der Betriebskostenabrechnung zu hoch, bekommen Mieter die Differenz zurückerstattet; tritt der umgekehrte Fall ein, müssen Mieter oft hohe Nachzahlungen gemacht werden. Doch bevor diese bezahlt werden, sollten Mieter die Korrektheit der Betriebskostenabrechnung prüfen.

1. Was muss auf Betriebskostenabrechnung angegeben sein?

Auf einer korrekten Betriebskostenabrechnung müssen Vermieter den Abrechnungszeitraum, Zählerstände vor und nach dem Abrechnungszeitraum sowie den vereinbarten Verteilerschlüssel, welcher meist bereits im Mietvertrag vereinbart wurde, auf der Nebenkostenabrechnung vermerken. Wurde keine Vereinbarung bezüglich des Verteilerschlüssels getroffen, müssen die Nebenkosten in Abhängigkeit der Wohnfläche auf die jeweiligen Mietparteien umgelegt werden.

Wasser- sowie Heizkosten stellen Ausnahmen dar. Diese werden meist verbrauchsabhängig berechnet.

2. Betrag des Betriebskostenabschlages muss realistisch sein

Mieter sind gesetzlich vor zu hohen Abschlagszahlungen geschützt. Allerdings nicht vor zu niedrigen. Diese Lücke wird hin und wieder von Vermietern ausgenutzt, um die Gesamtmietkosten gering aussehen zu lassen. Durch niedrigere Nebenkostenabschlagszahlungen werden Mieter angelockt, erleben dann aber bei der ersten Betriebskostenabrechnung eine große Überraschung. Prüfen Sie also, ob die angesetzte Abschlagszahlung realistisch ist. Hierzu können Sie sich beispielsweise vom Vermieter die letzte Betriebskostenabrechnung zeigen lassen oder den Vormieter zu seinen Kosten befragen.

3. Was darf nicht in der Betriebskostenabrechnung zu finden sein?

Um zusätzlich anfallende Kosten zu mindern, versuchen Vermieter oftmals diese in der Nebenkostenabrechnung zu verstecken. Nach Aussage des Deutschen Mieterbundes ist jede zweite Betriebskostenabrechnung fehlerhaft

Wann Sie als Mieter nicht bezahlen müssen:

  • Reparaturkosten werden als Wartungen ausgegeben
  • Ausbleibende Mieteinnahmen werden durch Erhöhung der Nebenkosten wieder reingeholt
  • Quadratmeterzahlen sind nicht korrekt angegeben
  • Alle Kosten müssen exakt aufgeschlüsselt werden – es gibt kein „Sonstiges“
  • Doppelte Abrechnung von manchen Posten
  • Unangemessen hohe Reinigungs-, Hausmeister-, Müllgebühren; machen Sie den Vermieter darauf aufmerksam, dass 3x wöchentliche Reinigung oder übermäßig viele Mülltonnen nicht notwendig sind

Definitiv sollten Sie als Mieter eine detaillierte Prüfung der Betriebskostenabrechnung vornehmen und gegebenenfalls beim Vermieter nachhaken. Wenn diese sich allerdings als korrekt herausstellt, müssen Nachzahlungen wohl oder übel beglichen werden. Um ein solch böses Erwachen im darauffolgenden Jahr zu vermeiden, sollten Sie von vorneherein einen höheren monatlichen Abschlag zahlen.